Ein “Thron” aus Kamerun - Die “Abenteuer” des Dr. Ipscher
Die Ausstellung zeigt erstmals Fotos und Dokumente aus dem Nachlass des Militärarztes Dr. Georg Ipscher, der sein wohl größtes Abenteuer als Angehöriger der “Kaiserlichen Schutztruppe für Kamerun” erlebte. Es handelt sich dabei vor allem um Fotos und Dokumente aus der Familiengeschichte und seiner Zeit in Kamerun.
Der Anlass für unsere Ausstellung war, die Fotos und weiteren Dokumente aus dem Museumsdepot öffentlich und uneingeschränkt für Forschung und Recherchen zugänglich zu machen. Dies erfolgt mit der bleibenden digitalen Ausstellung und in der Zeit vom 20. September 2025 bis Frühjahr 2026 auch als Sonderausstellung im Wegemuseum.
Warum stehen “Thron” und “Abenteuer” hier in Anführungszeichen? Wir haben keine Originalaussagen von Dr. Ipscher zu seinen Beweggründen, können diese nur vermuten. Abenteuerlust unterstellen wir ihm einfach, aber auch, dass er die Welt verbessern wollte. Und sein Thron ist ein Souvenir, speziell für ihn angefertigt - auch hier wissen wir nicht genug, um weitere Rückschlüsse zu ziehen.
Einige der Originaldokumente enthalten Formulierungen, die wir heute als diskriminierend und menschenverachtend ablehnen, die aber zum Kontext des jeweiligen Dokumentes gehören und deshalb nicht verschwiegen werden. Ihre Verwendung ist jeweils deutlich als authentisch gekennzeichnet und spiegelt nicht die Meinung der Ausstellungsmacher wider. Zitate sind grundsätzlich kursiv gesetzt.
Inhalte der Ausstellung
Grundlage für diese Ausstellung bilden Netzwerkprojekte des Museumsverbandes Brandenburg e.V., an denen sich das Wegemuseum beteiligt hat.
2019
Vorstellung der Rechercheergebnisse auf der Fachtagung in Cottbus/Schloss Branitz
Fotos: Ronka Oberhammer und Lorenz Kienzle im Auftrag des Museumsverbandes Brandenburg (soweit nicht anders angegeben)
Veröffentlichung als digitale Ausstellung
Kanope, Krokodil und Königsstuhl:
Globale Geschichten in brandenburgischen Museen.
(mit dem Modul md/story erstellt und auf der
Plattform museum-digital.de präsentiert.)
2023
Erstcheck zu kolonialem Sammlungsgut,
Teilbericht 3 (von 3), Wegemuseum Wusterhausen/Dosse, Dr. Kerstin Volker-Saad
Beide Projekte wurden gefördert mit Mitteln des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg.
