{"id":709,"date":"2022-03-13T10:49:04","date_gmt":"2022-03-13T10:49:04","guid":{"rendered":"https:\/\/museumontour.de\/?p=709"},"modified":"2022-12-10T16:29:27","modified_gmt":"2022-12-10T16:29:27","slug":"09-kirche-st-peter-und-paul","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/wegemuseum-ontour.de\/uk\/etappe\/tourismus\/stadtrundgang\/09-kirche-st-peter-und-paul\/","title":{"rendered":"09 \u0426\u0435\u0440\u043a\u0432\u0430 \u0421\u0432. \u041f\u0435\u0442\u0440\u0430 \u0456 \u041f\u0430\u0432\u043b\u0430"},"content":{"rendered":"<h2>Die Stadtkirche ist das Wahrzeichen Wusterhausens&nbsp;<\/h2>\n<p>Die \u00e4ltesten Teile stammen aus dem 13. Jh. Die Kirche wurde im 15. Jh. imposant erweitert, Das Chorgest\u00fchl und mittelalterliche Wand- und Deckenmalereien sowie pr\u00e4chtige Leuchter zeugen vom Wohlstand Wusterhausens in jener Zeit. Nach der Reformation 1541 wurde die Kirche neu ausgestattet. Aus der Zeit zwischen 1575 und 1620 sind die Kanzel, reiche Renaissance-Emporenmalereien, das Kastengest\u00fchl und mehrere Epitaphe erhalten. Die bedeutende Wagnerorgel entstand 1742, der barocke Altar 1762 und der Turm erhielt 1764 nach einem Brand sein charakteristisches Dach.Von April-Oktober findet in der Kirche die Konzertreihe \u201eMusiksommer\u201c statt.<\/p>\n<h3>Mittelalter<\/h3>\n<h4>Au\u00dfen:<\/h4>\n<p>Lage auf der h\u00f6chsten Stelle des Stadt, auf oder neben dem dem slawischen Gr\u00e4berfeld (vielleicht war hier auch ein slawisches Heiligtum?), Baubeginn mit Stadtgr\u00fcndung (bis 1250)Urspr\u00fcngliche Basilika (Hallenkirche) im 15. Jh. erweitert zur gotischen Hallenkirche mit zwei Seitenschiffen, wie sie heute zu sehen ist, nach dem Anbau der Marienkapelle 1525 keine gro\u00dfem Umbauten mehrTurm &#8211; Besonderheit sind die aufw\u00e4ndig gestalteten Portale, um 1300. Solche Portale befinden sich in der Regel im Kirchenschiff, nicht im Turm. Am Nordportal befinden sich Kapitelle mit Blattwerk, am S\u00fcdportal Kelchkapitelle.Auf der \u00e4ltesten Stadtansicht (um 1720) zierte den Turm ein 8-eckiger Spitzhelm. Dieser Turm hatte eine H\u00f6he von ca. 70 Metern. 1764 ist er durch Blitzschlag abgebrannt, die Glocken schmolzen, durchschlugen das Gew\u00f6lbe. Das damals errichtete kleine \u201eNotdach\u201c blieb bis heute.Erst 1994 rekonstruierte man das Gew\u00f6lbe der Turmhalle, der Fu\u00dfboden wurde erneuert und die Verbindungst\u00fcr zur Kirche, aus Glas, eingesetzt. Hier kann jetzt standesamtlich geheiratet werden.In der Turmhalle: steinerne Epitaphe aufgestellt, die urspr\u00fcnglich au\u00dfen an der Kirche angebracht waren, um sie vor weiterer Verwitterung zu sch\u00fctzen<\/p>\n<h4>Innen:<\/h4>\n<p>mittelalterlicher Altar 1479 geweiht lt. Inschrift im Chor, Es handelt sich um einen Hallenumgangschor, d.h. man konnte um den heiligsten Bereich der Kirche herumgehen (in der Prignitz und Ruppin nur noch in Pritzwalk und \u2013 nicht erhalten &#8211; in Neuruppin)Drolerienmalereien an der Decke: Wappen der Grafen von Lindow oder des Markgrafen mit den Plothoschen Lilien, Ritter, zwei Kraniche bewachen ein Fabeltier mit zwei Gesichtern, mehrere maskenhafte K\u00f6pfe, Textfragmente \u2013 Entstehungszeit wahrscheinlich zeitgleich mit Bau des Chores, Bedeutung nicht gekl\u00e4rt, vergleichbare Fresken aus dieser Zeit z.B. in der Katharinenkirche in Brandenburg\/HavelTriumphkreuz urspr\u00fcnglich \u00fcber der Chorschranke, jetzt \u00fcber dem Eingang zur Marienkapelle, Marienfigur und trauernder Johannes geh\u00f6rten dazuIm Chor: Mittelalterliches Chorgest\u00fchl, um 1430 entstanden, Armlehnen mit geschnitzten Gesichtern (original erhalten auf der S\u00fcdseite), Seitenwangen mit Schnitzereien: Der Heilige Petrus mit dem Schl\u00fcssel und Buchbeutel in der Hand. Die Heilige Jungfrau Maria mit dem Jesuskind auf dem Arm. Der Heilige Stephanus mit Buchbeutel und 3 Steinen dargestellt (weil er gesteinigt wurde), der Heilige Bartholom\u00e4us, tr\u00e4gt als Attribut ein Messer in der Hand. Lt. Visitationsbescheid 1544: Hauptaltar und 12 Nebenalt\u00e4re, dazu geh\u00f6ren wahrscheinlich die Wandmalereien\/Fresken: an den Pfeilern \u2013 Enthauptung der Heiligen Barbara; Maria Magdalena mit der Salbendose, hinterm Altar: Anna SelbdrittDie \u00e4lteste Darstellung am Pfeiler zum Choraufgang ist nicht eindeutig einem Heiligen zuzuordnen Marienkapelle 1525 erbaut, heute Winterkirche<\/p>\n<h3>Reformationszeit: Einf\u00fchrung 1541<\/h3>\n<p>Bedeutende Emporenmalerei um 1600: 21 Tafeln mit der Lebensgeschichte Christi, entstanden nach Vorlagen des Kupferstechers Hendrik Goltzius u.a., Verzierungen der Empore: Sp\u00e4trenaissance (Rollwerk), ebenso die Kanzel 1610 vom Bildschnitzer J\u00fcrgen Fischer errichtet, der sich mit einem Selbstportr\u00e4t am Kanzelaufgang verewigt hat, Bemalung der Kanzel von Moritz Mewes 1694 \u2013 Sponsorentafel an der Seite der Kanzel.(\u200b\u00dcberlieferung: zu Pfingsten 1608 brach der Pfarrer mit der Vorg\u00e4ngerkanzel zusammen\u200b, weshalb die Kanzel erneuert wurde)Der urspr\u00fcngliche Renaissancealtar mit Darstellungen von Luther und Melanchton wurde 1762 durch den barocken Altar ersetzt (\u00dcberlieferung aus Notzizen von Christoph Bekmann)Kastengest\u00fchl und Beichtstuhl &nbsp;ebenfalls aus dem 16. Jh.Renaissance-Epitaphe, u.a. des M\u00fchlenbesitzers Paul Sch\u00fctte 1575 Orgelempore mit Wappen der Wusterhausener B\u00fcrgermeister Andreas und Simon Sch\u00f6nermark von 1575, An der Seite der Orgelempore: Darstellungen der Evangelisten (urspr\u00fcnglicher Standort unbekannt)\u201eL\u00fcbecker\u201c Leuchter aus Messing: waren um 1600 \u201emodern\u201cBarocke Umbauten: Die Orgel wurde 1742 von dem ber\u00fchmten Berliner Orgelbaumeister Joachim Wagner unter Verwendung von Teilen der Vorg\u00e4ngerorgel geschaffen. Sie besitzt 30 Register, der Klangstil ist bis heute unver\u00e4ndert. Im Sommer finden Konzerte statt. Es gibt nur noch wenige weitgehend original erhaltene Wagnerorgeln. Wikipedia: Die Orgel aus dem Jahre 1742 geh\u00f6rt zu den bis heute erhaltenen Orgeln des Berliner Orgelbauers Joachim Wagner (1690\u20131749), die in ihrem Pfeifenbestand in den vergangenen Jahrhunderten die wenigsten Ver\u00e4nderungen erfahren hat.Altar 1769 von General Meinicke gespendet: Ein Werk des Malers Christian Bernhard Rode (1725-1797)Dargestellt ist der ungl\u00e4ubige Thomas, er lie\u00df sich von Christus die N\u00e4gelmale zeigen. \u00dcber dem Bild finden wir die Best\u00e4tigung \u201eIch bin\u00b4s selber.&#8220; Die drei Engelsk\u00f6pfe symbolisieren die Kardinaltugenden Glaube, Liebe, Hoffnung. Bekr\u00f6nt wird der Altar durch die Strahlenglorie mit dem Auge Gottes, Gottvater, Sohn und Heiliger Geist. In Hebr\u00e4isch finden wir das Wort Jahve \u2013 Gott.Zur barocken Ausstattung geh\u00f6rt auch der Taufstein von 1712.<\/p>\n<h3>Neuzeit<\/h3>\n<p>Epitaph f\u00fcr den Landrat von Rohr: Das Grabmal ist eine Arbeit von Johann Georg Glume dem \u00c4lteren., 1736 f\u00fcr den Landrat von Rohr entstanden. Bis 1974 stand es in der Dorfkirche von Ganzer, Restaurierung und Umsetzung in die Wusterhausener Kirche im Jahr 2000Der Bau der Wusterhausener Stadtpfarrkirche \u2013 Stiftungen f\u00fcr die EwigkeitDer unter einem Dach vereinigte stattliche Bau der Stadtkirche St. Peter und Paul erscheint von weitem wie aus einem Guss. Doch der vorhandene Bau ist erst das Ergebnis zahlreicher Stiftungen aus der Zeit, als Pilgerstr\u00f6me auf dem Weg nach Wilsnack auch durch Wusterhausen gelangten.Die w\u00e4hrend der Sanierung zwischen 2010-2012 durchgef\u00fchrten bauhistorischen Untersuchungen konnten die sukzessive und teilweise kompliziere Baugeschichte weitgehend aufkl\u00e4ren.Die Stadtpfarrkirche d\u00fcrfte bereits im Zuge der Anlage der Stadt in der Mitte des 13.&nbsp;Jahrhunderts begonnen worden sein. Daf\u00fcr sprechen nicht nur ihre prominente Lage auf der angerartigen Erweiterung der Hauptachse sondern auch noch vorhandene Baudetails. Denn die Kirche ist als vollst\u00e4ndiger Feldsteinbau mit zugeschlagenen Granitquadern begonnen worden.Von den \u00e4ltesten Bauteilen der Kirche ist heute jedoch nur noch eine kleine Ecke erhalten. Diese befindet sich an der Nordfassade gleich rechts neben dem Eingangsportal in das Kirchenschiff. Der rechts neben dem Portal befindliche Strebepfeiler, der im unteren Bereich aus Feldsteinen besteht, wurde an die Kante eines ehemaligen Querschiffes angef\u00fcgt. Der schr\u00e4g geschlagene Feldstein eines Sockelgesimses, gegen den der Sockelvorsprung des Pfeilers st\u00f6\u00dft, geh\u00f6rt noch zu Gestaltung der \u00f6stlichen Querhauswand. Dazu muss man sich eine Basilika mit niedrigen und schmalen Seitenschiffen vorstellen, wie sie auch f\u00fcr die Berliner Nikolaikirche ergraben und rekonstruiert werden konnte.In Wusterhausen hat man jedoch noch im sp\u00e4ten 13. Jahrhundert begonnen, die Seitenschiffe auf die Breite des Querhauses zu erweitern. Diese Bauarbeiten standen im Zusammenhang mit der Errichtung eines gro\u00dfangelegten Westbaus, dessen Turmhalle einschlie\u00dflich der zu ihr f\u00fchrenden pr\u00e4chtigen gotischen Portale erhalten blieb. Auch f\u00fcr das Wandmauerwerk dieser Bauphase verwendete man Feldsteine. Doch bestimmte Baudetail wie die Portalgew\u00e4nde oder die Spitzb\u00f6gen der zu diesem Bau geh\u00f6rigen Fenster hat man bereits in Backstein ausgef\u00fchrt. Diese Fenster sind heute nicht mehr vorhanden und nur noch schwer zu erkennen, da sie bei sp\u00e4teren Baut\u00e4tigkeiten vermauert worden sind. Als bei der letzten Sanierung der nordwestliche Langhauspfeiler wegen seines schlechten baulichen Zustands gr\u00f6\u00dftenteils abgebrochen werden musste, trat dahinter ein vollst\u00e4ndig erhaltenes Fenstergew\u00e4nde des sp\u00e4ten 13. Jahrhunderts zu tage, das sogar noch seine originale Fugenmalerei besa\u00df.Der m\u00e4chtige hallenartige Turmunterbau gab mit seinen zwei pr\u00e4chtigen Portalen viele R\u00e4tsel auf. Einig vermuteten sogar, dass er Teil einer in Stein ausgef\u00fchrten Burg der Stadtgr\u00fcnder war. Also eines festen Hauses, das dem Ort vielleicht sogar seinen Namen gab. (das mit der Burg ist eher ein Kuriosum, nicht verwenden)Teile einer Burg konnten in der Turmhalle nicht nachgewiesen werden, aber sie muss eine wichtige Bedeutung f\u00fcr die Stadt gehabt haben. Wahrscheinlich diente sie auch dem Gericht, dass die Landesherren in Wusterhausen bis 1325 aus\u00fcbten. Der ambitionierte Westbau entstand offenbar zu jener Zeit, als die brandenburgischen Markgrafen die Herren der Stadt waren. Vielleicht geht auf sie auch das Einzugsmotiv der beiden Portale zur\u00fcck, denn man konnte auf dem Weg von der einstigen Burg im Norden der Stadt durch sie hindurchziehen und auf den Markt gelangen.Zudem sind die Portale aufwendig gestaltet. Das Nordportal besitzt sogar einen K\u00e4mpferfries mit Blattranken. Diese Motive wurden vor dem Brennen der Backsteine in den Tonrohling geschnitten.Bereits um 1400 begann man die Kirche gro\u00dfz\u00fcgig umzubauen. Dabei wurde das Schiff der ehemaligen Basilika zu einem dreijochigen Hallenlanghaus umgebaut, indem man die niedrigen Seitenschiffsw\u00e4nde bis zu Traufe des ehemaligen Mittelschiffs erh\u00f6hte. Die an die Seitenschiffsw\u00e4nde angef\u00fcgten Strebepfeiler verraten, dass dieser Bau von vornherein eingew\u00f6lbt werden sollte. Bei diesem Umbau verwendete man nun durchg\u00e4ngig das Baumaterial Backstein. Um 1407 erhielt das neue Kirchenschiff sein Dachwerk. Das wissen wir deshalb so genau, weil dieses Dachwerk noch vorhanden ist und einige seiner H\u00f6lzer dendrochronologisch datiert werden konnten. Bei der Dendrochronologie handelt es sich um eine Altersbestimmung des Holzes auf der Grundlage der jedes Jahr verschieden stark wachsenden Jahresringe der Baumst\u00e4mme. In ihrer Abfolge ergeben sie ein unverwechselbares Muster, das sich in eine Standartkurve einpassen l\u00e4sst und dadurch schlie\u00dflich verr\u00e4t, wann der Stamm gef\u00e4llt worden ist. Da man Dachh\u00f6lzer im frischen Zustand verbaute, ergibt sich aus ihrer Datierung zugleich ein ann\u00e4herndes Baudatum. Damit sind solche erhaltenen mittelalterlichen Dachwerke nicht nur ein wertvoller Denkmalbestand sondern auch eine wichtige bauhistorische Quelle.In Wusterhausen ist der Fall besonders interessant, da sich hier im Langhausgew\u00f6lbe (\u00f6stliches Mittelschiffsgew\u00f6lbe an der Grenze zum Chor) noch eine mittelalterliche Inschrift mit der Jahreszahl 1422 erhalten hat. Sie befindet sich neben dem Wusterhausener Wappen (Adler und Lilie) sowie einigen merkw\u00fcrdigen Tierdarstellungen und kennzeichnet offenbar den Zeitpunkt der Fertigstellung der Langhausgew\u00f6lbe. Demnach musste man nach der Vollendung des Rohbaus und der bereits einsetzenden Nutzung des neuen Langhauses noch etwa 15 Jahre warten, bis man genug Geld gesammelt hatte, um hier die Gew\u00f6lbe zu errichten.Bald darauf begann man nun auch einen neuen Chor der Kirche zu errichten. Offenbar flossen die Spenden f\u00fcr die Wusterhausener Stadtkirche als wichtige Station auf dem Weg nach Wilsnack nun reichlicher. Ausgef\u00fchrt wurde der Chorneubau nach dem Vorbild des gerade erst kurz zuvor vollendeten Chores der Nikolaikirche in Pritzwalk, ebenfalls einer wichtigen Wegstation f\u00fcr die Wilsnackpilger.Der zeitgem\u00e4\u00dfe Bautyp eines Hallenumgangschores bot nicht nur die M\u00f6glichkeit f\u00fcr Prozessionen, die um dem Hauptaltar herumf\u00fchrten, sondern die wohlhabenden Pritzwalker (+ Wusterhausener) Familien konnten hier ihre Alt\u00e4re stiften und sich in unmittelbarer N\u00e4he zum Hauptaltar bestatten lassen. M\u00f6glich wurde das, weil beim Bautyp des Hallenumgangschores die Verl\u00e4ngerung der Seitenschiffe um den Binnenchor mit dem Hauptaltar herumgef\u00fchrt wird. Dieser Chorumgang steht im Gegensatz zum Binnenchor der ganz normalen Stadtbev\u00f6lkerung f\u00fcr eine Nutzung zur Verf\u00fcgung. Hier wurden wie im Langhaus mehre private Alt\u00e4re gestiftet. Im Zuge der Neuorganisation der kirchlichen Einrichtungen nach der Reformation wurden in Wusterhausen 1544 insgesamt 12 solcher gestifteter Altarlehen verzeichnet. Der den Klerikern vorbehaltene Binnenchor wurde durch eine h\u00f6lzerne Chorschranke vom Chorumgang abgetrennt. In Wusterhausen blieben gro\u00dfe Teile eines sp\u00e4tgotischen Chorgest\u00fchls erhalten, die zugleich wesentlicher Bestandteil der ehemaligen Chorschranken waren. Deshalb passt das sp\u00e4tgotische Chorgest\u00fchl mit seinen geschnitzten Heiligendarstellungen auf den Wangen auch heute noch genau zwischen die Chorpfeiler.Wann der Chorrohbau fertig war und einer Nutzung zur Verf\u00fcgung stand, wissen wir wiederum vom erhaltenen mittelalterlichen Chordachwerk, dessen H\u00f6lzer im Winter 1443\/1444 gef\u00e4llt worden sind.Auch hier vergingen noch einmal 30 Jahre, bevor der Chor seine Gew\u00f6lbe erhielt. Denn eine mittelalterliche Inschrift an der n\u00f6rdlichen Chorinnenwand (erstes n\u00f6rdliches Wandfeld des Chorpolygons in K\u00e4mpferh\u00f6he) teilt die Jahreszahl 1474 mit. Dazu passt, dass der Hochalter schlie\u00dflich 1479 geweiht worden ist. Das erfahren wir von einem kleinen beschriebenen Pergamentstreifen, den man 1779 im Mauerwerk des Altarblocks fand. Dort stand auch, dass der Hochaltar und damit die ganze Kirche den Aposteln Petrus und Paulus geweiht war.Eine bedeutende Stiftung muss schlie\u00dflich die um 1485 an der s\u00fcdlichen Langhauswand angebaute Marienkapelle gewesen sein. Denn der der \u00fcber einem niedrigen Feldsteinsockel vollst\u00e4ndig in Backstein ausgef\u00fchrte Bau orientiert sich mit seiner noblen Gestaltung an den zu dieser Zeit bereits vorhanden Ostteilen der Wallfahrtskirche in Wilsnack. Einmal t\u00e4glich mussten hier vier Priester ein Stundengebet am Marienaltar durchf\u00fchren. Zudem gab wurden in dieser Kapelle noch zwei weitere Alt\u00e4re gestiftet an denen die Messe zelebriert wurde. Diese Vielzahl bedeutender mittelalterlicher Stiftungen d\u00fcrfte mit einer umfangreichen k\u00fcnstlerischen Ausstattung verbunden gewesen sein. Von dieser Ausstattung sind jedoch nur noch wenige Reste erhalten, so einige Wandmalereien und vor allem ein gro\u00dfes sp\u00e4tgotisches Triumphkreuz.Mit dem Ausbleiben der Pilger und der zahlreichen Stifter fanden nach der Reformation kaum noch Ver\u00e4nderungen am Kirchenbau statt. Allein die Innenausstattung wandelt sich tiefgreifend. Neben einem neuen Altaraufbau, der Kanzel, einer neuen Taufe und einer beeindruckenden barocken Orgel erfolgte nun der Einbau einer umlaufenden Empore, die im 17. Jahrhundert eine Br\u00fcstung mit Malereien erhielt, die die Leidensgeschichte Christi darstellen.<\/p>\n<p><span><img decoding=\"async\" alt=\"\" data-id=\"226\" title=\"testtour-09-St Peter u. 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width=\"1200\" height=\"801\"><\/span><\/p>\n<p data-selector=\"[data-css=&quot;tve-u-17f82e6654a&quot;] .wp-caption-text.thrv-inline-text\"> &nbsp;  <\/p>\n<p><span><img decoding=\"async\" alt=\"\" data-id=\"222\" title=\"testtour-09-Postkartensammlung Fenske 07_1200\" src=\"https:\/\/wegemuseum-ontour.de\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/testtour-09-Postkartensammlung-Fenske-07_1200-300x196.jpg\" data-src=\"https:\/\/wegemuseum-ontour.de\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/testtour-09-Postkartensammlung-Fenske-07_1200-1024x669.jpg\" loading=\"lazy\" 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width=\"1200\" height=\"784\"><\/span><\/p>\n<p data-selector=\"[data-css=&quot;tve-u-17f82e6654a&quot;] .wp-caption-text.thrv-inline-text\"> &nbsp;  <\/p>\n<p><span><img decoding=\"async\" alt=\"\" data-id=\"221\" title=\"testtour-09-20200803_202414_1200\" src=\"https:\/\/wegemuseum-ontour.de\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/testtour-09-20200803_202414_1200-300x169.jpg\" data-src=\"https:\/\/wegemuseum-ontour.de\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/testtour-09-20200803_202414_1200-1024x576.jpg\" loading=\"lazy\" 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width=\"1200\" height=\"675\"><\/span><\/p>\n<p data-selector=\"[data-css=&quot;tve-u-17f82e6654a&quot;] .wp-caption-text.thrv-inline-text\"> &nbsp;  <\/p>\n<p><span><img decoding=\"async\" alt=\"\" data-id=\"220\" title=\"testtour-09-20200803_202517_1200\" src=\"https:\/\/wegemuseum-ontour.de\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/testtour-09-20200803_202517_1200-300x169.jpg\" data-src=\"https:\/\/wegemuseum-ontour.de\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/testtour-09-20200803_202517_1200-1024x576.jpg\" loading=\"lazy\" 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width=\"1200\" height=\"675\"><\/span><\/p>\n<p data-selector=\"[data-css=&quot;tve-u-17f82e6654a&quot;] .wp-caption-text.thrv-inline-text\">&nbsp;<\/p>\n<p><span><img decoding=\"async\" alt=\"\" data-id=\"219\" title=\"testtour-09-ka\u0308ufl.erw.06_1200\" src=\"https:\/\/wegemuseum-ontour.de\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/testtour-09-ka\u0308ufl.erw_.06_1200-300x198.jpg\" data-src=\"https:\/\/wegemuseum-ontour.de\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/testtour-09-ka\u0308ufl.erw_.06_1200-1024x674.jpg\" loading=\"lazy\" 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width=\"1200\" height=\"790\"><\/span><\/p>\n<p data-selector=\"[data-css=&quot;tve-u-17f82e6654a&quot;] .wp-caption-text.thrv-inline-text\"> &nbsp;  <\/p>\n<p><span><img decoding=\"async\" alt=\"\" data-id=\"218\" title=\"testtour-09-_DSC4635_1200\" src=\"https:\/\/wegemuseum-ontour.de\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/testtour-09-_DSC4635_1200-300x169.jpg\" data-src=\"https:\/\/wegemuseum-ontour.de\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/testtour-09-_DSC4635_1200-1024x575.jpg\" loading=\"lazy\" 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data-height=\"161\" data-init-width=\"1200\" data-init-height=\"674\" style=\"\" width=\"286\" height=\"161\"><\/span><\/p>\n<p data-selector=\"[data-css=&quot;tve-u-17f82e6654a&quot;] .wp-caption-text.thrv-inline-text\">Emporengalerie mit 21 Tafeln&nbsp;  <\/p>\n<p><span><img decoding=\"async\" alt=\"\" data-id=\"217\" title=\"testtour-09-_DSC4552_1200\" src=\"https:\/\/wegemuseum-ontour.de\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/testtour-09-_DSC4552_1200-300x169.jpg\" data-src=\"https:\/\/wegemuseum-ontour.de\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/testtour-09-_DSC4552_1200-1024x575.jpg\" loading=\"lazy\" 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height=\"674\"><\/span><\/p>\n<p data-selector=\"[data-css=&quot;tve-u-17f82e6654a&quot;] .wp-caption-text.thrv-inline-text\"> &nbsp;  <\/p>\n<p><span><img decoding=\"async\" alt=\"\" data-id=\"216\" title=\"testtour-09-SF 129_1200\" src=\"https:\/\/wegemuseum-ontour.de\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/testtour-09-SF-129_1200-185x300.jpg\" data-src=\"https:\/\/wegemuseum-ontour.de\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/testtour-09-SF-129_1200-632x1024.jpg\" loading=\"lazy\" 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data-height=\"463\" data-init-width=\"741\" data-init-height=\"1200\" style=\"\" width=\"286\" height=\"463\"><\/span><\/p>\n<p data-selector=\"[data-css=&quot;tve-u-17f82e6654a&quot;] .wp-caption-text.thrv-inline-text\">Postkarte 1970er Jahre, noch stehen die Fachwerkh\u00e4user gegen\u00fcber der Kirche, Archiv WegemuseumJ  <\/p>\n<p><span><img decoding=\"async\" alt=\"\" data-id=\"213\" title=\"testtour-09-_DSC4625_1200\" src=\"https:\/\/wegemuseum-ontour.de\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/testtour-09-_DSC4625_1200-300x169.jpg\" data-src=\"https:\/\/wegemuseum-ontour.de\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/testtour-09-_DSC4625_1200-1024x575.jpg\" loading=\"lazy\" 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height=\"674\"><\/span><\/p>\n<p data-selector=\"[data-css=&quot;tve-u-17f82e6654a&quot;] .wp-caption-text.thrv-inline-text\">&nbsp; Deckenmalereien mit Drollerien<\/p>\n<p><span><img decoding=\"async\" alt=\"\" data-id=\"215\" title=\"testtour-09-logo_einzeln_cmyk_1200\" src=\"https:\/\/wegemuseum-ontour.de\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/testtour-09-logo_einzeln_cmyk_1200-250x300.jpg\" data-src=\"https:\/\/wegemuseum-ontour.de\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/testtour-09-logo_einzeln_cmyk_1200-854x1024.jpg\" 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data-width=\"286\" data-height=\"343\" data-init-width=\"1001\" data-init-height=\"1200\" loading=\"lazy\" style=\"\" width=\"286\" height=\"343\"><\/span><\/p>\n<p data-selector=\"[data-css=&quot;tve-u-17f82e6654a&quot;] .wp-caption-text.thrv-inline-text\">Die Kirche ist Station des Pilgerwegs Berlin-Wilsnack.&nbsp;  <\/p>\n<h6>Weiterf\u00fchrende Informationen<\/h6>\n<p tve-droppable\"\"=\"\"><strong>Link<\/strong><a href=\"https:\/\/wikipedia.org\" target=\"_blank\" style=\"outline: none;\" rel=\"noopener\">Wikipedia<\/a><\/p>\n<p tve-droppable\"\"=\"\"><strong>Literatur<\/strong> Dirk Schumann: Die Stadtkirche St. Peter und Paul in Wusterhausen an der Dosse. Lukas-Verlag, Berlin 2019, ISBN 978-3-86732-156-3.<\/p>\n<p tve-droppable\"\"=\"\"><strong>Siehe auch:<\/strong><a href=\"https:\/\/wegemuseum-ontour.de\/etappen\/etappen-scharfrichtertour\/\" style=\"outline: none;\">Etappen Scharfrichtertour<\/a><\/p>\n<p tve-droppable\"\"=\"\"><a href=\"https:\/\/wegemuseum-ontour.de\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/testtour-09-Pilgerweg_JahrbuchOPR.doc\" target=\"_blank\" style=\"outline: currentcolor none medium;\" rel=\"noopener\"><strong>Download<\/strong><\/a> Pilgern<\/p>\n<p><span><img decoding=\"async\" alt=\"Stadtrundgang Karte Gesamtansicht\" data-id=\"1291\" data-init-width=\"1810\" data-init-height=\"2560\" title=\"Stadtrundgang-Karte-Gesamtansicht\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/wegemuseum-ontour.de\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/Stadtrundgang-Karte-Gesamtansicht-scaled.jpg\" data-width=\"920\" data-height=\"1301\" width=\"920\" height=\"1301\"><\/span><\/p>\n<p>Stadtrundgang Karte Gesamtansicht<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Stadtkirche ist das Wahrzeichen Wusterhausens&nbsp; Die \u00e4ltesten Teile stammen aus dem 13. Jh. Die Kirche wurde im 15. Jh. imposant erweitert, Das Chorgest\u00fchl und mittelalterliche Wand- und Deckenmalereien sowie pr\u00e4chtige Leuchter zeugen vom Wohlstand Wusterhausens in jener Zeit. Nach der Reformation 1541 wurde die Kirche neu ausgestattet. Aus der Zeit zwischen 1575 und 1620 [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":226,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","tve_updated_post":"<div class=\"thrv_wrapper thrv_contentbox_shortcode thrv-content-box tve-elem-default-pad\">\n\t<div class=\"tve-content-box-background\"><\/div>\n\t<div class=\"tve-cb\"><div class=\"thrv_wrapper thrv_text_element\"><h2 class=\"\">Die Stadtkirche ist das Wahrzeichen Wusterhausens&nbsp;<\/h2><p>Die \u00e4ltesten Teile stammen aus dem 13. Jh. Die Kirche wurde im 15. Jh. imposant erweitert, Das Chorgest\u00fchl und mittelalterliche Wand- und Deckenmalereien sowie pr\u00e4chtige Leuchter zeugen vom Wohlstand Wusterhausens in jener Zeit. Nach der Reformation 1541 wurde die Kirche neu ausgestattet. Aus der Zeit zwischen 1575 und 1620 sind die Kanzel, reiche Renaissance-Emporenmalereien, das Kastengest\u00fchl und mehrere Epitaphe erhalten. Die bedeutende Wagnerorgel entstand 1742, der barocke Altar 1762 und der Turm erhielt 1764 nach einem Brand sein charakteristisches Dach.<br>Von April-Oktober findet in der Kirche die Konzertreihe \u201eMusiksommer\u201c statt.<\/p><h3 class=\"\">Mittelalter<\/h3><h4 class=\"\">Au\u00dfen:<\/h4><p>Lage auf der h\u00f6chsten Stelle des Stadt, auf oder neben dem dem slawischen Gr\u00e4berfeld (vielleicht war hier auch ein slawisches Heiligtum?), Baubeginn mit Stadtgr\u00fcndung (bis 1250)<br>Urspr\u00fcngliche Basilika (Hallenkirche) im 15. Jh. erweitert zur gotischen Hallenkirche mit zwei Seitenschiffen, wie sie heute zu sehen ist, nach dem Anbau der Marienkapelle 1525 keine gro\u00dfem Umbauten mehr<br><br>Turm - Besonderheit sind die aufw\u00e4ndig gestalteten Portale, um 1300. Solche Portale befinden sich in der Regel im Kirchenschiff, nicht im Turm. Am Nordportal befinden sich Kapitelle mit Blattwerk, am S\u00fcdportal Kelchkapitelle.<br>Auf der \u00e4ltesten Stadtansicht (um 1720) zierte den Turm ein 8-eckiger Spitzhelm. Dieser Turm hatte eine H\u00f6he von ca. 70 Metern. 1764 ist er durch Blitzschlag abgebrannt, die Glocken schmolzen, durchschlugen das Gew\u00f6lbe. Das damals errichtete kleine \u201eNotdach\u201c blieb bis heute.<br>Erst 1994 rekonstruierte man das Gew\u00f6lbe der Turmhalle, der Fu\u00dfboden wurde erneuert und die Verbindungst\u00fcr zur Kirche, aus Glas, eingesetzt. Hier kann jetzt standesamtlich geheiratet werden.<br>In der Turmhalle: steinerne Epitaphe aufgestellt, die urspr\u00fcnglich au\u00dfen an der Kirche angebracht waren, um sie vor weiterer Verwitterung zu sch\u00fctzen<\/p><h4 class=\"\">Innen:<\/h4><p>mittelalterlicher Altar 1479 geweiht lt. Inschrift im Chor, <br>Es handelt sich um einen Hallenumgangschor, d.h. man konnte um den heiligsten Bereich der Kirche herumgehen (in der Prignitz und Ruppin nur noch in Pritzwalk und \u2013 nicht erhalten - in Neuruppin)<br>Drolerienmalereien an der Decke: Wappen der Grafen von Lindow oder des Markgrafen mit den Plothoschen Lilien, Ritter, zwei Kraniche bewachen ein Fabeltier mit zwei Gesichtern, mehrere maskenhafte K\u00f6pfe, Textfragmente \u2013 Entstehungszeit wahrscheinlich zeitgleich mit Bau des Chores, Bedeutung nicht gekl\u00e4rt, vergleichbare Fresken aus dieser Zeit z.B. in der Katharinenkirche in Brandenburg\/Havel<br>Triumphkreuz urspr\u00fcnglich \u00fcber der Chorschranke, jetzt \u00fcber dem Eingang zur Marienkapelle, Marienfigur und trauernder Johannes geh\u00f6rten dazu<br>Im Chor: Mittelalterliches Chorgest\u00fchl, um 1430 entstanden, Armlehnen mit geschnitzten Gesichtern (original erhalten auf der S\u00fcdseite), Seitenwangen mit Schnitzereien: Der Heilige Petrus mit dem Schl\u00fcssel und Buchbeutel in der Hand. Die Heilige Jungfrau Maria mit dem Jesuskind auf dem Arm. Der Heilige Stephanus mit Buchbeutel und 3 Steinen dargestellt (weil er gesteinigt wurde), der Heilige Bartholom\u00e4us, tr\u00e4gt als Attribut ein Messer in der Hand. <br>Lt. Visitationsbescheid 1544: Hauptaltar und 12 Nebenalt\u00e4re, dazu geh\u00f6ren wahrscheinlich die Wandmalereien\/Fresken: an den Pfeilern \u2013 Enthauptung der Heiligen Barbara; Maria Magdalena mit der Salbendose, hinterm Altar: Anna Selbdritt<br>Die \u00e4lteste Darstellung am Pfeiler zum Choraufgang ist nicht eindeutig einem Heiligen zuzuordnen <br>Marienkapelle 1525 erbaut, heute Winterkirche<\/p><h3 class=\"\">Reformationszeit: Einf\u00fchrung 1541<\/h3><p>Bedeutende Emporenmalerei um 1600: 21 Tafeln mit der Lebensgeschichte Christi, entstanden nach Vorlagen des Kupferstechers Hendrik Goltzius u.a., <br>Verzierungen der Empore: Sp\u00e4trenaissance (Rollwerk), ebenso die Kanzel 1610 vom Bildschnitzer J\u00fcrgen Fischer errichtet, der sich mit einem Selbstportr\u00e4t am Kanzelaufgang verewigt hat, Bemalung der Kanzel von Moritz Mewes 1694 \u2013 Sponsorentafel an der Seite der Kanzel.<br>(\u00dcberlieferung: zu Pfingsten 1608 brach der Pfarrer mit der Vorg\u00e4ngerkanzel zusammen, weshalb die Kanzel erneuert wurde)<br>Der urspr\u00fcngliche Renaissancealtar mit Darstellungen von Luther und Melanchton wurde 1762 durch den barocken Altar ersetzt (\u00dcberlieferung aus Notzizen von Christoph Bekmann)<br>Kastengest\u00fchl und Beichtstuhl &nbsp;ebenfalls aus dem 16. Jh.<br>Renaissance-Epitaphe, u.a. des M\u00fchlenbesitzers Paul Sch\u00fctte 1575 <br>Orgelempore mit Wappen der Wusterhausener B\u00fcrgermeister Andreas und Simon Sch\u00f6nermark von 1575, An der Seite der Orgelempore: Darstellungen der Evangelisten (urspr\u00fcnglicher Standort unbekannt)<br>\u201eL\u00fcbecker\u201c Leuchter aus Messing: waren um 1600 \u201emodern\u201c<br>Barocke Umbauten: <br>Die Orgel wurde 1742 von dem ber\u00fchmten Berliner Orgelbaumeister Joachim Wagner unter Verwendung von Teilen der Vorg\u00e4ngerorgel geschaffen. Sie besitzt 30 Register, der Klangstil ist bis heute unver\u00e4ndert. Im Sommer finden Konzerte statt. Es gibt nur noch wenige weitgehend original erhaltene Wagnerorgeln. <br>Wikipedia: Die Orgel aus dem Jahre 1742 geh\u00f6rt zu den bis heute erhaltenen Orgeln des Berliner Orgelbauers Joachim Wagner (1690\u20131749), die in ihrem Pfeifenbestand in den vergangenen Jahrhunderten die wenigsten Ver\u00e4nderungen erfahren hat.<br><br>Altar 1769 von General Meinicke gespendet: Ein Werk des Malers Christian Bernhard Rode (1725-1797)<br>Dargestellt ist der ungl\u00e4ubige Thomas, er lie\u00df sich von Christus die N\u00e4gelmale zeigen. \u00dcber dem Bild finden wir die Best\u00e4tigung \u201eIch bin\u00b4s selber.\" Die drei Engelsk\u00f6pfe symbolisieren die Kardinaltugenden Glaube, Liebe, Hoffnung. Bekr\u00f6nt wird der Altar durch die Strahlenglorie mit dem Auge Gottes, Gottvater, Sohn und Heiliger Geist. In Hebr\u00e4isch finden wir das Wort Jahve \u2013 Gott.<br>Zur barocken Ausstattung geh\u00f6rt auch der Taufstein von 1712.<\/p><h3 class=\"\">Neuzeit<\/h3><p>Epitaph f\u00fcr den Landrat von Rohr: Das Grabmal ist eine Arbeit von Johann Georg Glume dem \u00c4lteren., 1736 f\u00fcr den Landrat von Rohr entstanden. Bis 1974 stand es in der Dorfkirche von Ganzer, Restaurierung und Umsetzung in die Wusterhausener Kirche im Jahr 2000<br><br>Der Bau der Wusterhausener Stadtpfarrkirche \u2013 Stiftungen f\u00fcr die Ewigkeit<br>Der unter einem Dach vereinigte stattliche Bau der Stadtkirche St. Peter und Paul erscheint von weitem wie aus einem Guss. Doch der vorhandene Bau ist erst das Ergebnis zahlreicher Stiftungen aus der Zeit, als Pilgerstr\u00f6me auf dem Weg nach Wilsnack auch durch Wusterhausen gelangten.<br>Die w\u00e4hrend der Sanierung zwischen 2010-2012 durchgef\u00fchrten bauhistorischen Untersuchungen konnten die sukzessive und teilweise kompliziere Baugeschichte weitgehend aufkl\u00e4ren.<br>Die Stadtpfarrkirche d\u00fcrfte bereits im Zuge der Anlage der Stadt in der Mitte des 13.&nbsp;Jahrhunderts begonnen worden sein. Daf\u00fcr sprechen nicht nur ihre prominente Lage auf der angerartigen Erweiterung der Hauptachse sondern auch noch vorhandene Baudetails. Denn die Kirche ist als vollst\u00e4ndiger Feldsteinbau mit zugeschlagenen Granitquadern begonnen worden.<br>Von den \u00e4ltesten Bauteilen der Kirche ist heute jedoch nur noch eine kleine Ecke erhalten. Diese befindet sich an der Nordfassade gleich rechts neben dem Eingangsportal in das Kirchenschiff. Der rechts neben dem Portal befindliche Strebepfeiler, der im unteren Bereich aus Feldsteinen besteht, wurde an die Kante eines ehemaligen Querschiffes angef\u00fcgt. Der schr\u00e4g geschlagene Feldstein eines Sockelgesimses, gegen den der Sockelvorsprung des Pfeilers st\u00f6\u00dft, geh\u00f6rt noch zu Gestaltung der \u00f6stlichen Querhauswand. Dazu muss man sich eine Basilika mit niedrigen und schmalen Seitenschiffen vorstellen, wie sie auch f\u00fcr die Berliner Nikolaikirche ergraben und rekonstruiert werden konnte.<br>In Wusterhausen hat man jedoch noch im sp\u00e4ten 13. Jahrhundert begonnen, die Seitenschiffe auf die Breite des Querhauses zu erweitern. Diese Bauarbeiten standen im Zusammenhang mit der Errichtung eines gro\u00dfangelegten Westbaus, dessen Turmhalle einschlie\u00dflich der zu ihr f\u00fchrenden pr\u00e4chtigen gotischen Portale erhalten blieb. <br>Auch f\u00fcr das Wandmauerwerk dieser Bauphase verwendete man Feldsteine. Doch bestimmte Baudetail wie die Portalgew\u00e4nde oder die Spitzb\u00f6gen der zu diesem Bau geh\u00f6rigen Fenster hat man bereits in Backstein ausgef\u00fchrt. Diese Fenster sind heute nicht mehr vorhanden und nur noch schwer zu erkennen, da sie bei sp\u00e4teren Baut\u00e4tigkeiten vermauert worden sind. <br>Als bei der letzten Sanierung der nordwestliche Langhauspfeiler wegen seines schlechten baulichen Zustands gr\u00f6\u00dftenteils abgebrochen werden musste, trat dahinter ein vollst\u00e4ndig erhaltenes Fenstergew\u00e4nde des sp\u00e4ten 13. Jahrhunderts zu tage, das sogar noch seine originale Fugenmalerei besa\u00df.<br>Der m\u00e4chtige hallenartige Turmunterbau gab mit seinen zwei pr\u00e4chtigen Portalen viele R\u00e4tsel auf. Einig vermuteten sogar, dass er Teil einer in Stein ausgef\u00fchrten Burg der Stadtgr\u00fcnder war. Also eines festen Hauses, das dem Ort vielleicht sogar seinen Namen gab. (das mit der Burg ist eher ein Kuriosum, nicht verwenden)<br>Teile einer Burg konnten in der Turmhalle nicht nachgewiesen werden, aber sie muss eine wichtige Bedeutung f\u00fcr die Stadt gehabt haben. Wahrscheinlich diente sie auch dem Gericht, dass die Landesherren in Wusterhausen bis 1325 aus\u00fcbten. Der ambitionierte Westbau entstand offenbar zu jener Zeit, als die brandenburgischen Markgrafen die Herren der Stadt waren. Vielleicht geht auf sie auch das Einzugsmotiv der beiden Portale zur\u00fcck, denn man konnte auf dem Weg von der einstigen Burg im Norden der Stadt durch sie hindurchziehen und auf den Markt gelangen.<br>Zudem sind die Portale aufwendig gestaltet. Das Nordportal besitzt sogar einen K\u00e4mpferfries mit Blattranken. Diese Motive wurden vor dem Brennen der Backsteine in den Tonrohling geschnitten.<br>Bereits um 1400 begann man die Kirche gro\u00dfz\u00fcgig umzubauen. Dabei wurde das Schiff der ehemaligen Basilika zu einem dreijochigen Hallenlanghaus umgebaut, indem man die niedrigen Seitenschiffsw\u00e4nde bis zu Traufe des ehemaligen Mittelschiffs erh\u00f6hte. Die an die Seitenschiffsw\u00e4nde angef\u00fcgten Strebepfeiler verraten, dass dieser Bau von vornherein eingew\u00f6lbt werden sollte. Bei diesem Umbau verwendete man nun durchg\u00e4ngig das Baumaterial Backstein. Um 1407 erhielt das neue Kirchenschiff sein Dachwerk. Das wissen wir deshalb so genau, weil dieses Dachwerk noch vorhanden ist und einige seiner H\u00f6lzer dendrochronologisch datiert werden konnten. Bei der Dendrochronologie handelt es sich um eine Altersbestimmung des Holzes auf der Grundlage der jedes Jahr verschieden stark wachsenden Jahresringe der Baumst\u00e4mme. In ihrer Abfolge ergeben sie ein unverwechselbares Muster, das sich in eine Standartkurve einpassen l\u00e4sst und dadurch schlie\u00dflich verr\u00e4t, wann der Stamm gef\u00e4llt worden ist. Da man Dachh\u00f6lzer im frischen Zustand verbaute, ergibt sich aus ihrer Datierung zugleich ein ann\u00e4herndes Baudatum. Damit sind solche erhaltenen mittelalterlichen Dachwerke nicht nur ein wertvoller Denkmalbestand sondern auch eine wichtige bauhistorische Quelle.<br>In Wusterhausen ist der Fall besonders interessant, da sich hier im Langhausgew\u00f6lbe (\u00f6stliches Mittelschiffsgew\u00f6lbe an der Grenze zum Chor) noch eine mittelalterliche Inschrift mit der Jahreszahl 1422 erhalten hat. Sie befindet sich neben dem Wusterhausener Wappen (Adler und Lilie) sowie einigen merkw\u00fcrdigen Tierdarstellungen und kennzeichnet offenbar den Zeitpunkt der Fertigstellung der Langhausgew\u00f6lbe. Demnach musste man nach der Vollendung des Rohbaus und der bereits einsetzenden Nutzung des neuen Langhauses noch etwa 15 Jahre warten, bis man genug Geld gesammelt hatte, um hier die Gew\u00f6lbe zu errichten.<br><br>Bald darauf begann man nun auch einen neuen Chor der Kirche zu errichten. Offenbar flossen die Spenden f\u00fcr die Wusterhausener Stadtkirche als wichtige Station auf dem Weg nach Wilsnack nun reichlicher. Ausgef\u00fchrt wurde der Chorneubau nach dem Vorbild des gerade erst kurz zuvor vollendeten Chores der Nikolaikirche in Pritzwalk, ebenfalls einer wichtigen Wegstation f\u00fcr die Wilsnackpilger.<br>Der zeitgem\u00e4\u00dfe Bautyp eines Hallenumgangschores bot nicht nur die M\u00f6glichkeit f\u00fcr Prozessionen, die um dem Hauptaltar herumf\u00fchrten, sondern die wohlhabenden Pritzwalker (+ Wusterhausener) Familien konnten hier ihre Alt\u00e4re stiften und sich in unmittelbarer N\u00e4he zum Hauptaltar bestatten lassen. M\u00f6glich wurde das, weil beim Bautyp des Hallenumgangschores die Verl\u00e4ngerung der Seitenschiffe um den Binnenchor mit dem Hauptaltar herumgef\u00fchrt wird. Dieser Chorumgang steht im Gegensatz zum Binnenchor der ganz normalen Stadtbev\u00f6lkerung f\u00fcr eine Nutzung zur Verf\u00fcgung. Hier wurden wie im Langhaus mehre private Alt\u00e4re gestiftet. Im Zuge der Neuorganisation der kirchlichen Einrichtungen nach der Reformation wurden in Wusterhausen 1544 insgesamt 12 solcher gestifteter Altarlehen verzeichnet. Der den Klerikern vorbehaltene Binnenchor wurde durch eine h\u00f6lzerne Chorschranke vom Chorumgang abgetrennt. In Wusterhausen blieben gro\u00dfe Teile eines sp\u00e4tgotischen Chorgest\u00fchls erhalten, die zugleich wesentlicher Bestandteil der ehemaligen Chorschranken waren. Deshalb passt das sp\u00e4tgotische Chorgest\u00fchl mit seinen geschnitzten Heiligendarstellungen auf den Wangen auch heute noch genau zwischen die Chorpfeiler.<br>Wann der Chorrohbau fertig war und einer Nutzung zur Verf\u00fcgung stand, wissen wir wiederum vom erhaltenen mittelalterlichen Chordachwerk, dessen H\u00f6lzer im Winter 1443\/1444 gef\u00e4llt worden sind.<br>Auch hier vergingen noch einmal 30 Jahre, bevor der Chor seine Gew\u00f6lbe erhielt. Denn eine mittelalterliche Inschrift an der n\u00f6rdlichen Chorinnenwand (erstes n\u00f6rdliches Wandfeld des Chorpolygons in K\u00e4mpferh\u00f6he) teilt die Jahreszahl 1474 mit. Dazu passt, dass der Hochalter schlie\u00dflich 1479 geweiht worden ist. Das erfahren wir von einem kleinen beschriebenen Pergamentstreifen, den man 1779 im Mauerwerk des Altarblocks fand. Dort stand auch, dass der Hochaltar und damit die ganze Kirche den Aposteln Petrus und Paulus geweiht war.<br>Eine bedeutende Stiftung muss schlie\u00dflich die um 1485 an der s\u00fcdlichen Langhauswand angebaute Marienkapelle gewesen sein. Denn der der \u00fcber einem niedrigen Feldsteinsockel vollst\u00e4ndig in Backstein ausgef\u00fchrte Bau orientiert sich mit seiner noblen Gestaltung an den zu dieser Zeit bereits vorhanden Ostteilen der Wallfahrtskirche in Wilsnack. <br>Einmal t\u00e4glich mussten hier vier Priester ein Stundengebet am Marienaltar durchf\u00fchren. Zudem gab wurden in dieser Kapelle noch zwei weitere Alt\u00e4re gestiftet an denen die Messe zelebriert wurde. Diese Vielzahl bedeutender mittelalterlicher Stiftungen d\u00fcrfte mit einer umfangreichen k\u00fcnstlerischen Ausstattung verbunden gewesen sein. Von dieser Ausstattung sind jedoch nur noch wenige Reste erhalten, so einige Wandmalereien und vor allem ein gro\u00dfes sp\u00e4tgotisches Triumphkreuz.<br>Mit dem Ausbleiben der Pilger und der zahlreichen Stifter fanden nach der Reformation kaum noch Ver\u00e4nderungen am Kirchenbau statt. Allein die Innenausstattung wandelt sich tiefgreifend. Neben einem neuen Altaraufbau, der Kanzel, einer neuen Taufe und einer beeindruckenden barocken Orgel erfolgte nun der Einbau einer umlaufenden Empore, die im 17. Jahrhundert eine Br\u00fcstung mit Malereien erhielt, die die Leidensgeschichte Christi darstellen.<\/p><\/div><div class=\"thrv_wrapper tcb-image-gallery tcb-has-arrows\" data-type=\"verticalMasonry\" data-click-behavior=\"fullscreen\" data-thumbnail-size=\"auto\" data-fullscreen-size=\"large\" data-crop-images=\"true\" data-css=\"tve-u-17f82e6654a\" style=\"\" data-caption-lightbox=\"true\" data-caption=\"true\"><div class=\"tcb-image-gallery-container masonry tve-prevent-content-edit\" style=\"position: relative; height: 1090.45px;\" data-masonry=\"{&quot;itemSelector&quot;:&quot;.thrv_wrapper.tve_image_caption&quot;,&quot;gutter&quot;:0,&quot;transitionDuration&quot;:0}\"><div data-id=\"226\" data-caption=\"\" data-position=\"1\/13\" data-index=\"0\" class=\"thrv_wrapper tve_image_caption no_style masonry-brick\" data-selector=\"[data-css=&quot;tve-u-17f82e6654a&quot;] .thrv_wrapper.tve_image_caption\" style=\"position: absolute; left: 0px; top: 0px;\">\n\t<span class=\"tve_image_frame\">\n\t\n\t\t<img decoding=\"async\" class=\"tve_image wp-image-226\" alt=\"\" data-id=\"226\" title=\"testtour-09-St Peter u. 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\t\t \t<\/p>\n\t\n\n<\/div><div data-id=\"218\" data-caption=\"Emporengalerie mit 21 Tafeln\" data-position=\"9\/13\" data-index=\"8\" class=\"thrv_wrapper tve_image_caption no_style masonry-brick\" data-selector=\"[data-css=&quot;tve-u-17f82e6654a&quot;] .thrv_wrapper.tve_image_caption\" style=\"position: absolute; left: 0px; top: 562.216px;\">\n\t<span class=\"tve_image_frame\">\n\t\n\t\t<img decoding=\"async\" class=\"tve_image wp-image-218 tcb-moved-image\" alt=\"\" data-id=\"218\" title=\"testtour-09-_DSC4635_1200\" src=\"https:\/\/wegemuseum-ontour.de\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/testtour-09-_DSC4635_1200-300x169.jpg\" data-src=\"https:\/\/wegemuseum-ontour.de\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/testtour-09-_DSC4635_1200-1024x575.jpg\" loading=\"lazy\" data-sizes=\"{&quot;thumbnail&quot;:{&quot;height&quot;:150,&quot;width&quot;:150,&quot;url&quot;:&quot;https:\/\/wegemuseum-ontour.de\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/testtour-09-_DSC4635_1200-150x150.jpg&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;landscape&quot;},&quot;medium&quot;:{&quot;height&quot;:169,&quot;width&quot;:300,&quot;url&quot;:&quot;https:\/\/wegemuseum-ontour.de\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/testtour-09-_DSC4635_1200-300x169.jpg&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;landscape&quot;},&quot;large&quot;:{&quot;height&quot;:575,&quot;width&quot;:1024,&quot;url&quot;:&quot;https:\/\/wegemuseum-ontour.de\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/testtour-09-_DSC4635_1200-1024x575.jpg&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;landscape&quot;},&quot;full&quot;:{&quot;url&quot;:&quot;https:\/\/wegemuseum-ontour.de\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/testtour-09-_DSC4635_1200.jpg&quot;,&quot;height&quot;:674,&quot;width&quot;:1200,&quot;orientation&quot;:&quot;landscape&quot;}}\" data-css=\"tve-u-184fcdd5dd0\" data-width=\"286\" data-height=\"161\" data-init-width=\"1200\" data-init-height=\"674\" style=\"\" width=\"286\" height=\"161\">\n\t\n\t<\/span>\n\t\n\t<p class=\"thrv_wrapper wp-caption-text thrv-inline-text\" data-selector=\"[data-css=&quot;tve-u-17f82e6654a&quot;] .wp-caption-text.thrv-inline-text\">Emporengalerie mit 21 Tafeln&nbsp; \t\t \t<\/p>\n\t\n\n<\/div><div data-id=\"217\" data-caption=\"\" data-position=\"10\/13\" data-index=\"9\" class=\"thrv_wrapper tve_image_caption no_style masonry-brick\" data-selector=\"[data-css=&quot;tve-u-17f82e6654a&quot;] .thrv_wrapper.tve_image_caption\" style=\"position: absolute; left: 592px; top: 566.966px;\">\n\t<span class=\"tve_image_frame\">\n\t\n\t\t<img decoding=\"async\" class=\"tve_image wp-image-217\" alt=\"\" data-id=\"217\" title=\"testtour-09-_DSC4552_1200\" src=\"https:\/\/wegemuseum-ontour.de\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/testtour-09-_DSC4552_1200-300x169.jpg\" data-src=\"https:\/\/wegemuseum-ontour.de\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/testtour-09-_DSC4552_1200-1024x575.jpg\" loading=\"lazy\" data-sizes=\"{&quot;thumbnail&quot;:{&quot;height&quot;:150,&quot;width&quot;:150,&quot;url&quot;:&quot;https:\/\/wegemuseum-ontour.de\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/testtour-09-_DSC4552_1200-150x150.jpg&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;landscape&quot;},&quot;medium&quot;:{&quot;height&quot;:169,&quot;width&quot;:300,&quot;url&quot;:&quot;https:\/\/wegemuseum-ontour.de\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/testtour-09-_DSC4552_1200-300x169.jpg&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;landscape&quot;},&quot;large&quot;:{&quot;height&quot;:575,&quot;width&quot;:1024,&quot;url&quot;:&quot;https:\/\/wegemuseum-ontour.de\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/testtour-09-_DSC4552_1200-1024x575.jpg&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;landscape&quot;},&quot;full&quot;:{&quot;url&quot;:&quot;https:\/\/wegemuseum-ontour.de\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/testtour-09-_DSC4552_1200.jpg&quot;,&quot;height&quot;:674,&quot;width&quot;:1200,&quot;orientation&quot;:&quot;landscape&quot;}}\" data-css=\"tve-u-183e7063321\" width=\"1200\" height=\"674\">\n\t\n\t<\/span>\n\t\n\t<p class=\"thrv_wrapper wp-caption-text thrv-inline-text tcb-permanently-hidden\" data-selector=\"[data-css=&quot;tve-u-17f82e6654a&quot;] .wp-caption-text.thrv-inline-text\">\t \t\t&nbsp; \t\t \t<\/p>\n\t\n\n<\/div><div data-id=\"216\" data-caption=\"Postkarte 1970er Jahre, noch stehen die Fachwerkh\u00e4user gegen\u00fcber der Kirche, Archiv WegemuseumJ\" data-position=\"11\/13\" data-index=\"10\" class=\"thrv_wrapper tve_image_caption no_style masonry-brick\" data-selector=\"[data-css=&quot;tve-u-17f82e6654a&quot;] .thrv_wrapper.tve_image_caption\" style=\"position: absolute; left: 296px; top: 595.016px;\">\n\t<span class=\"tve_image_frame\">\n\t\n\t\t<img decoding=\"async\" class=\"tve_image wp-image-216 tcb-moved-image\" alt=\"\" data-id=\"216\" title=\"testtour-09-SF 129_1200\" src=\"https:\/\/wegemuseum-ontour.de\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/testtour-09-SF-129_1200-185x300.jpg\" data-src=\"https:\/\/wegemuseum-ontour.de\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/testtour-09-SF-129_1200-632x1024.jpg\" loading=\"lazy\" data-sizes=\"{&quot;thumbnail&quot;:{&quot;height&quot;:150,&quot;width&quot;:150,&quot;url&quot;:&quot;https:\/\/wegemuseum-ontour.de\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/testtour-09-SF-129_1200-150x150.jpg&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;landscape&quot;},&quot;medium&quot;:{&quot;height&quot;:300,&quot;width&quot;:185,&quot;url&quot;:&quot;https:\/\/wegemuseum-ontour.de\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/testtour-09-SF-129_1200-185x300.jpg&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;portrait&quot;},&quot;large&quot;:{&quot;height&quot;:1024,&quot;width&quot;:632,&quot;url&quot;:&quot;https:\/\/wegemuseum-ontour.de\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/testtour-09-SF-129_1200-632x1024.jpg&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;portrait&quot;},&quot;full&quot;:{&quot;url&quot;:&quot;https:\/\/wegemuseum-ontour.de\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/testtour-09-SF-129_1200.jpg&quot;,&quot;height&quot;:1200,&quot;width&quot;:741,&quot;orientation&quot;:&quot;portrait&quot;}}\" data-css=\"tve-u-184fcda23f3\" data-width=\"286\" data-height=\"463\" data-init-width=\"741\" data-init-height=\"1200\" style=\"\" width=\"286\" height=\"463\">\n\t\n\t<\/span>\n\t\n\t<p class=\"thrv_wrapper wp-caption-text thrv-inline-text\" data-selector=\"[data-css=&quot;tve-u-17f82e6654a&quot;] .wp-caption-text.thrv-inline-text\">Postkarte 1970er Jahre, noch stehen die Fachwerkh\u00e4user gegen\u00fcber der Kirche, Archiv WegemuseumJ \t\t \t<\/p>\n\t\n\n<\/div><div data-id=\"213\" data-caption=\"Deckenmalereien mit Drollerien\" data-position=\"12\/13\" data-index=\"11\" class=\"thrv_wrapper tve_image_caption no_style masonry-brick\" data-selector=\"[data-css=&quot;tve-u-17f82e6654a&quot;] .thrv_wrapper.tve_image_caption\" style=\"position: absolute; left: 0px; top: 732.849px;\">\n\t<span class=\"tve_image_frame\">\n\t\n\t\t<img decoding=\"async\" class=\"tve_image wp-image-213\" alt=\"\" data-id=\"213\" title=\"testtour-09-_DSC4625_1200\" src=\"https:\/\/wegemuseum-ontour.de\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/testtour-09-_DSC4625_1200-300x169.jpg\" data-src=\"https:\/\/wegemuseum-ontour.de\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/testtour-09-_DSC4625_1200-1024x575.jpg\" loading=\"lazy\" data-sizes=\"{&quot;thumbnail&quot;:{&quot;height&quot;:150,&quot;width&quot;:150,&quot;url&quot;:&quot;https:\/\/wegemuseum-ontour.de\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/testtour-09-_DSC4625_1200-150x150.jpg&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;landscape&quot;},&quot;medium&quot;:{&quot;height&quot;:169,&quot;width&quot;:300,&quot;url&quot;:&quot;https:\/\/wegemuseum-ontour.de\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/testtour-09-_DSC4625_1200-300x169.jpg&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;landscape&quot;},&quot;large&quot;:{&quot;height&quot;:575,&quot;width&quot;:1024,&quot;url&quot;:&quot;https:\/\/wegemuseum-ontour.de\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/testtour-09-_DSC4625_1200-1024x575.jpg&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;landscape&quot;},&quot;full&quot;:{&quot;url&quot;:&quot;https:\/\/wegemuseum-ontour.de\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/testtour-09-_DSC4625_1200.jpg&quot;,&quot;height&quot;:674,&quot;width&quot;:1200,&quot;orientation&quot;:&quot;landscape&quot;}}\" data-css=\"tve-u-183e7063324\" width=\"1200\" height=\"674\">\n\t\n\t<\/span>\n\t\n\t<p class=\"thrv_wrapper wp-caption-text thrv-inline-text\" data-selector=\"[data-css=&quot;tve-u-17f82e6654a&quot;] .wp-caption-text.thrv-inline-text\">&nbsp; Deckenmalereien mit Drollerien<\/p>\n\t\n\n<\/div><div data-id=\"215\" data-caption=\"Die Kirche ist Station des Pilgerwegs Berlin-Wilsnack.\" data-position=\"13\/13\" data-index=\"12\" class=\"thrv_wrapper tve_image_caption no_style masonry-brick\" data-selector=\"[data-css=&quot;tve-u-17f82e6654a&quot;] .thrv_wrapper.tve_image_caption\" style=\"position: absolute; left: 592px; top: 737.599px;\">\n\t<span class=\"tve_image_frame\">\n\t\n\t\t<img decoding=\"async\" class=\"tve_image wp-image-215 tve-not-lazy-loaded tcb-moved-image\" alt=\"\" data-id=\"215\" title=\"testtour-09-logo_einzeln_cmyk_1200\" src=\"https:\/\/wegemuseum-ontour.de\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/testtour-09-logo_einzeln_cmyk_1200-250x300.jpg\" data-src=\"https:\/\/wegemuseum-ontour.de\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/testtour-09-logo_einzeln_cmyk_1200-854x1024.jpg\" data-sizes=\"{&quot;thumbnail&quot;:{&quot;height&quot;:150,&quot;width&quot;:150,&quot;url&quot;:&quot;https:\/\/wegemuseum-ontour.de\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/testtour-09-logo_einzeln_cmyk_1200-150x150.jpg&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;landscape&quot;},&quot;medium&quot;:{&quot;height&quot;:300,&quot;width&quot;:250,&quot;url&quot;:&quot;https:\/\/wegemuseum-ontour.de\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/testtour-09-logo_einzeln_cmyk_1200-250x300.jpg&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;portrait&quot;},&quot;large&quot;:{&quot;height&quot;:1024,&quot;width&quot;:854,&quot;url&quot;:&quot;https:\/\/wegemuseum-ontour.de\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/testtour-09-logo_einzeln_cmyk_1200-854x1024.jpg&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;portrait&quot;},&quot;full&quot;:{&quot;url&quot;:&quot;https:\/\/wegemuseum-ontour.de\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/testtour-09-logo_einzeln_cmyk_1200.jpg&quot;,&quot;height&quot;:1200,&quot;width&quot;:1001,&quot;orientation&quot;:&quot;portrait&quot;}}\" data-css=\"tve-u-184fcd8a2a3\" data-width=\"286\" data-height=\"343\" data-init-width=\"1001\" data-init-height=\"1200\" loading=\"lazy\" style=\"\" width=\"286\" height=\"343\">\n\t\n\t<\/span>\n\t\n\t<p class=\"thrv_wrapper wp-caption-text thrv-inline-text\" data-selector=\"[data-css=&quot;tve-u-17f82e6654a&quot;] .wp-caption-text.thrv-inline-text\">Die Kirche ist Station des Pilgerwegs Berlin-Wilsnack.&nbsp; \t\t \t<\/p>\n\t\n\n<\/div><\/div><\/div><div class=\"thrv_wrapper thrv_contentbox_shortcode thrv-content-box tve-elem-default-pad\">\n\t<div class=\"tve-content-box-background\" style=\"\" data-css=\"tve-u-17f82e7e5d1\"><\/div>\n\t<div class=\"tve-cb\"><div class=\"thrv_wrapper thrv-columns\" style=\"--tcb-col-el-width:840;\" data-css=\"tve-u-17f82e98d20\"><div class=\"tcb-flex-row v-2 tcb--cols--2\" data-css=\"tve-u-17f82e9a402\" style=\"\"><div class=\"tcb-flex-col\" data-css=\"tve-u-17f82f5af8d\" style=\"\"><div class=\"tcb-col\"><div class=\"thrv_wrapper thrv_text_element\"><h6 class=\"\">Weiterf\u00fchrende Informationen<\/h6><\/div><\/div><\/div><div class=\"tcb-flex-col\"><div class=\"tcb-col\"><div class=\"thrv_wrapper thrv_text_element\"><p class=\"class=\" tve-droppable\"\"=\"\"><strong>Link<\/strong>\n<a href=\"https:\/\/wikipedia.org\" target=\"_blank\" class=\"\" style=\"outline: none;\">Wikipedia<\/a><\/p><p class=\"class=\" tve-droppable\"\"=\"\"><strong>Literatur<\/strong> Dirk Schumann: Die Stadtkirche St. Peter und Paul in Wusterhausen an der Dosse. Lukas-Verlag, Berlin 2019, ISBN 978-3-86732-156-3.<br><\/p><p class=\"class=\" tve-droppable\"\"=\"\"><strong>Siehe auch:<\/strong>\n<a href=\"https:\/\/wegemuseum-ontour.de\/etappen\/etappen-scharfrichtertour\/\" class=\"\" style=\"outline: none;\">Etappen Scharfrichtertour<\/a><\/p><p class=\"class=\" tve-droppable\"\"=\"\"><a href=\"https:\/\/wegemuseum-ontour.de\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/testtour-09-Pilgerweg_JahrbuchOPR.doc\" target=\"_blank\" class=\"\" style=\"outline: currentcolor none medium;\"><strong>Download<\/strong><\/a> Pilgern<\/p><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div>\n<\/div><\/div>\n<\/div><div class=\"thrv_wrapper thrv-columns\" style=\"--tcb-col-el-width: 920;\"><div class=\"tcb-flex-row v-2 tcb--cols--2\"><div class=\"tcb-flex-col\" style=\"\" data-css=\"tve-u-183e6827b12\"><div class=\"tcb-col\"><div class=\"tcb-clear\" data-css=\"tve-u-183e6827b15\"><div class=\"thrv_wrapper thrv-button thrv-button-v2 tcb-local-vars-root tcb-with-icon\" data-button-style=\"btn-tpl-61285\" data-css=\"tve-u-183e6827b0a\" data-tcb_hover_state_parent=\"\"><div class=\"thrive-colors-palette-config\" style=\"display: none !important\">__CONFIG_colors_palette__{\"active_palette\":0,\"config\":{\"colors\":{\"ab5e8\":{\"name\":\"Main Accent\",\"parent\":-1},\"0f748\":{\"name\":\"Accent Dark\",\"parent\":\"ab5e8\",\"lock\":{\"saturation\":1}}},\"gradients\":[]},\"palettes\":[{\"name\":\"Default\",\"value\":{\"colors\":{\"ab5e8\":{\"val\":\"var(--tcb-skin-color-24)\"},\"0f748\":{\"val\":\"rgb(3, 2, 2)\",\"hsl_parent_dependency\":{\"h\":356,\"l\":-0.16,\"s\":0.27}}},\"gradients\":[]},\"original\":{\"colors\":{\"ab5e8\":{\"val\":\"rgb(19, 114, 211)\",\"hsl\":{\"h\":210,\"s\":0.83,\"l\":0.45,\"a\":1}},\"0f748\":{\"val\":\"rgb(12, 17, 21)\",\"hsl_parent_dependency\":{\"h\":206,\"s\":0.27,\"l\":0.06,\"a\":1}}},\"gradients\":[]}}]}__CONFIG_colors_palette__<\/div>\n\t\n\t<a 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