15 Sommerfrische

Stadtrundgang

15. Etappe

Stadtsaal und Weg zum See

Aufgrund der geografischen Lage und Verkehrsanbindungen entwickelte sich im Mittelalter (MA) der Handel (bes. Fern/Salz bis 1560 z.B. Stapelrecht für Lüneburger Salz), die Dosse-Schifffahrt (Dosse; s. Hafenanlage) und das Handwerk. Aus der florierenden MA-Gemeinde wurde nach dem 30jährigen Krieg eine kleine  Ackerbürgerstadt. 

Der ursprüngliche Dosseverlauf mit Nebenarmen und Gräben, die den Altstadtkern umschlossen haben, sind heute nicht mehr erkennbar: der Hauptstrom wurde seit den Mittelalter mehrfach umgestaltet: z.T. durch die vier Mühlen

Auf alten Karten ist der Wasserring um die Stadt noch gut erkennbar. Auf Erlass Friedrich II wurde der Fluss 1779 begradigt und erhielt im oberen Lauf sein heutiges Bett. 1888 gab es  noch ein umfangreiches System von Wasserläufen bzw. ehemaliger Gräben; im 20.Jh. wurde das meiste davon zugeschüttet, zuletzt Ende der 60er Jahre

Die Mühlengeschichte 

Die Mühlengeschichte ist sogar noch länger, es ist eine der ältesten Stadtmühlen. Bis in die 60er Jahre floss  hier ein Dossearm, der ursprünglich die  die Mühle angetrieben hatte. 

das Restaurant links ist heute Teil des Mühlenhofs mit dem „Stadtsaal“, der Gastronomiestandort ist traditionsreich und war Treffpunkt der Flößer, während das Mühlengebäude erst seit 1992 als Hotel neu aufgebaut worden ist.

Holz geflößt wurde auf dem Hauptflußlauf der Dosse sogar noch bis nach dem 2. Weltkrieg. Wie man auf der Postkarte sehen kann, war nicht nur der See ein Kanurevier, sondern auch die Dosse. Wegen der vielen Wehre ist das heute schwieriger. Die Dosse war auch nach dem Mittelalter noch schiffbar – der Chronist Johann Christoph Becmann beschreibt sie in der Historischen Beschreibung der Chur und Mark Brandenburg 1751: „Klein Venedig“ – alte Wusterhausener erinnern sich noch (Zeitzeugentext im Museum), dass entlang der Dosse schöne Promenadenwege führten und die Gartenbesitzer nur über Brücken in ihre Gärten kamen. Alle diese Flussarme sind heute verschwunden (Ende der 60er zugeschüttet, allerdings waren es nach Meliorationsmaßnahmen des Hauptflussses zuletzt eher Rinnsale), es gibt sozusagen nur noch den Springbrunnen auf dem Marktplatz und die Dosse umfließt die Stadt begradigt. 

Bilder des Heimatmalers Theophil Dombrowskki im Museum zeigen die alten Dosseansichten. 

Die Herkunft der Quellen ist unklar und sie sind nicht sehr lange "in Betrieb" gewesen.

Bei Straßenbauarbeiten konnten Reste der Brunnenumrandungen festgestellt werden und damit der Standort der Quellen an der heutigen Seestraße ermittelt werden. Zu sehen ist davon heute nichts mehr.

Weiterführende Informationen

Stadtrundgang Karte Gesamtansicht

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