King Bell - Ndumb´a Lobe
Die Fotocollage zeigt rechts den König des Duala-Volkes Ndumbé Lobé (1839–1897), der zu den Unterzeichnern des “Schutzvertrages” mit dem Deutschen Kaiserreich gehörte.
Zur Zeit des Aufenthalts von Dr. Ipscher in Kamerun war sein Sohn August Manga Ndumbe Bell (1851– 1908) König der Duala, der zwar Wert auf eine gute Kooperation mit der Kolonialverwaltung legte, aber auch gegen deren brutales Vorgehen protestierte.
1902 leitete er eine Kameruner Delegation nach Deutschland, um beim Kaiser gegen die Maßnahmen der Kolonialverwaltung zu protestieren.
Links auf dem Foto könnte Rudolf Duala Manga Bell abgebildet sein, Enkel von Ndumbé Lobé und Sohn von August Manga Ndumbe Bell.
Er war von 1908 bis zu seiner Hinrichtung durch die Kolonialbehörden 1914 König der Duala und gilt wegen seines Widerstandes als Märtyrer.
Duala - Pagode
König August Manga Ndumbe Bell ließ den Palast im Zentrum von Douala von deutschen Baumeistern errichten.
Er wurde 1905 fertiggestellt und orientiert sich gestalterisch an indischen und asiatischen Baustilen, wie sie um 1900 in Europa beliebt waren. Das Gebäude wird „die Pagode“ genannt, wie es im Roman „Voyage au bout de la nuit“ (Reise ans Ende der Nacht) des französischen Schriftstellers Louis-Ferdinand Céline genannt wird, der sich 1916–1917 in Kamerun aufhielt.
Im Hof der Residenz befindet sich heute die Grabstätte der Duala-Könige.
(Quelle: Wikipedia)
Duala - Alter Palast
Aus anderen Quellen ist ersichtlich, dass das Begräbnis des Königs August Manga Ndumbe Bell 1908 vor den beiden Palästen stattfand.
Unser Foto könnte aus einem Fenster der “Pagode” gemacht worden sein. Es ist auch im Archiv der Basler Mission zu finden, Fotograf unbekannt, Titel “Bellstadt”.
Das Haus des Fotografen
William Mudisa Bell wird für die Zeit von 1890 bis 1910 als einer der in Kamerun ansässigen einheimischen Fotografen genannt.
Im Archiv der Basler Mission sind zwei Fotos diesem Fotografen zugeordnet, der einige seiner Fotos mit einem eigenen Stempel versehen hat.












