Die Vorfahren des Dr. Ipscher - Salzburger Exulanten

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Bescheinigung Kriegsmedaille. Text der Bescheinigung: Daß Vorzeiger, der Grenadier Heinrich Ipscher des 2ten Garde Regiments zu Fuß 3. Compagnie wegen der treu und tapfer mitgemachten Campagne von 1813 u. 1814 berechtigt ist, die Kriegsmedaille mit der Jahreszahl 1813 u 1814 zu tragen, und dieselbe auch wirklich erhalten hat, dies attestiere ich hiermit unter Beidruckung des Regimentssiegels. Berlin, den 25. August 1814. - Sr. Königl. Majestät von Preußen Allerhöchst bestallter Obristlieutenant und Commandeur des 2ten Garde-Regiments zu Fuß

Ipscher Lebenslauf

Johann Heinrich Ipschers Lebenslauf

Ab Herbst 1731 mussten rund 20.000 Protestanten nach einem Erlass des Erzbischofs Leopold Anton von Firmian ihre Heimat im Erzstift Salzburg verlassen. Der Großteil der Exulanten wurde von Preußen aufgenommen, nach einem „Preußischen Einladungspatent“ des Soldatenkönigs. Sie wurden in Ostpreußen angesiedelt, wohin sie in einem Treck zu Fuß gelangten und dabei auch durch Perleberg kamen. Zu diesen Flüchtlingen gehörten auch die Vorfahren von Dr. Georg Ipscher.

Sein Großvater Johann Heinrich (9.10.1791–11.12.1871) kämpfte in den Befreiungskriegen und erhielt die Kriegsmedaille 1813/14.

Johann Heinrich Ipscher bewarb sich mit einem Lebenslauf bei der Post.

Er wurde angenommen und erhielt 1825 seine Bestallung als Postbeamter. Seine Laufbahn beendete er 1871 als Ober-Post-Packmeister, wobei ihm der Titel anlässlich seines 50jährigen Dienstjubiläums verliehen wurde.

Er lebte in Berlin.

Die Vorfahren des Dr. Ipscher - Hugenotten

Der Bürgerbrief (Lettres de Bourgeoisie) des Frederique – Guillaume Boursault Pailleux(?) ist Zeugnis für die Zugehörigkeit der Familie Boursault zur Hugenottenkolonie in Berlin.

Der Bürgerbrief (Lettres de Bourgeoisie) des Frederique – Guillaume Boursault Pailleux (?) ist Zeugnis für die Zugehörigkeit der Familie Boursault zur Hugenottenkolonie in Berlin.

Die Mutter von Dr. Georg Ipscher, Julie Wilhelmine Boursault (1833-1893), war eine Nachfahrin der Hugenotten.

Hugenotten waren französische Reformierte (Calvinisten), die im späten 17. Jahrhundert nach Deutschland flüchteten, nachdem ihre Glaubensfreiheit durch die Aufhebung des Edikts von Nantes durch König Ludwig XIV. im Jahr 1685 beendet wurde. Viele deutsche Fürsten nahmen die gut ausgebildeten Hugenotten auf, darunter Weber, Färber und Handwerker.

Durch das Edikt von Potsdam 1685 zog der Kurfürst von Brandenburg eine große Anzahl von Hugenotten an. Damit wurde Preußen zum wichtigsten Zufluchtsland für die wegen ihres Glaubens Verfolgten. Von den ungefähr 43.000 Hugenotten, die in die deutschen Territorien einwanderten, ließen sich ca. 20.000 in Brandenburg-Preußen nieder.

Das Edikt bot nicht nur Schutz, sondern auch Unterstützung und die Sicherheit, den eigenen Glauben leben zu können.

In Berlin entwickelte sich eine französischsprachige Gemeinde mit einem Sonderstatus, eigenem Verwaltungs-status und Gerichtswesen, die bis 1809 existierte. 

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